Die Gräfin Cosel
Gräfin Cosel
  • 17.10.1680
    geboren als Anna Constantia von Brockdorff auf dem holsteinischen Gut Depenau, einem alten Adelsgeschlecht entstammend
  • im Alter von 14 Jahren Hoffräulein bei Prinzessin Sophie Amalie von Schleswig-Holstein; als diese 1695 den Erprinzen von Braunscheig-Wolfenbüttel heiratet, begleitet sie diese auf das Schloss des Prinzen
  • 1702
    eine uneheliche Schwangerschaft beendet ihren höfischen Aufenthalt
  • 02.06.1703
    standesgemäße Ehe in Depenau mit dem sächsichen Obersteuereinnehmer und Geheimrat Adolf Magnus von Hoym
  • folgt ihrem Mann nach Dresden, lebt zurückgezogen
  • 1704
    bei einem Ball sieht „August der Starke“ sie das erste Mal und ist gefangen von ihrer Schönheit
  • er umwirbt sie bei immer öfter stattfindenden Treffen
  • sie lehnt es ab nur Mätresse zu sein
  • da der Fürst verheiratet ist, verlangt sie ein schriftliches Eheversprechen, welches sie beim Ableben der Kurfürstin zu seiner rechtmäßigen Gemahlin macht und auch gemeinsame Kinder anerkennt und in die Erbfolge berechtigt
  • 1705
    Scheidung von dem Herren von Hoym
  • 1706
    vom Kaiser als Anna Constantia von Cosel in den Reichgrafstand erhoben und bewohnt das für sie erbaute Taschenbergpalais, welches gegenüber dem Schlosse steht
  • 1708
    Geburt der Tochter Augusta Constantia
  • 1709
    Geburt der Tochter Friedericke Aleyandra
  • 1712
    Geburt des Sohnes Friedrich August
  • 1713
    im Dezember ist die Beziehung zum Kurfürsten August endgültig beendet
  • sie weigert sich das Heiratsversprechen herauszugeben und sich auf Schloß Pillnitz, was er ihr einst schenkte, zurückzuziehenBurg Stolpen um 1750
  • Dezember 1715
    Flucht nach Berlin
  • November 1716
    Auslieferung an Sachsen
  • auf Erlass des Kurfürsten nach Stolpen gebracht, für 49 Jahre dort gefangen
  • 31.05.1765
    stirbt in Stolpen im Alter von 85 Jahren
  • Gräfin Cosel genoss eine breitgefächerte Erziehung und Bildung.
  • Sie war dem Abbild des damalige Schönheitsideals sehr nahe.
  • Hochmut und Arroganz macht sie bei den Höflingen unbeliebt;
    sie deckt Verfehlungen und Untreue von Ministern auf.
  • Ist von scharfem Verstand und stellt manche politische Entscheidung des Königs in Frage.
  • Sie hatte des Königs Herz so schnell erobert, wie keine andere zuvor.
  • So steil der Aufstieg der Gräfin war, so tief war auch ihr Fall.